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Bonrollen: Varianten und ihre Einsatzbereiche
Bonrollen sind das Verbrauchsmaterial an jedem Kassensystem, Beleg- oder Etikettendrucker – und doch unterscheiden sie sich in zwei Merkmalen, die für den reibungslosen Betrieb entscheidend sind: der Drucktechnologie und dem Format. Nach der Drucktechnologie teilt sich die Kategorie in Thermopapierrollen und Normalpapierbonrollen auf. Thermorollen benötigen keine Farbpatrone oder kein Farbband, weil sie durch Wärmekontakt belichtet werden – sie funktionieren im Direct-Thermal-Verfahren. Bonrollen für Nadel- oder Tintenstrahldrucker bestehen dagegen aus beschichtetem Normalpapier, das mit einem externen Farbsystem bedruckt wird. Daneben unterscheiden sich Bonrollen im Format: Breite und Rollendurchmesser müssen exakt zum jeweiligen Kassendrucker passen, sonst lässt sich die Rolle nicht einlegen oder klemmt beim Vorschub.
Welche Bonrolle passt zu welchem Druckertyp?
Thermopapierbonrollen passen zu Thermodruckern, wie sie im Einzelhandel, in der Gastronomie und an Self-Checkout-Terminals verbreitet eingesetzt werden. Wer einen solchen Drucker betreibt, greift zu Thermorollen in der passenden Breite – gängig sind 57 mm und 80 mm – und mit dem vom Hersteller empfohlenen Rollendurchmesser. Bonrollen aus Normalpapier sind die richtige Wahl, wenn der Bon gleichzeitig in mehreren Kopien entstehen soll, etwa bei Quittungen im Kundendienst oder Kassensystemen mit Durchschlag. Hier kommen Mehrlagen-Bonrollen oder Rollenpaare für Nadeldrucker zum Einsatz. Wer einen Etikettendrucker betreibt, benötigt dagegen keine Bonrollen, sondern Etikettenpapier auf Trägerband – Bonrollen eignen sich dafür nicht.
Wann reichen Bonrollen nicht aus – und wann braucht es eine andere Variante?
Thermobedruckte Belege verblassen über Zeit, besonders bei Wärme- und Lichteinwirkung. Für Belege, die archiviert werden müssen oder als Garantienachweis dienen sollen, sind Thermodrucke auf Standardpapier deshalb oft nicht ausreichend – hier empfehlen sich langzeitstabile Thermopapiere mit Schutzschicht oder der Wechsel zu Normalpapier-Ausdrucken. Außerdem gilt: Eine Bonrolle in falscher Breite, mit zu großem Außendurchmesser oder falschem Innenkern lässt sich im Drucker schlicht nicht verwenden. Wer unsicher ist, welches Format sein Drucker benötigt, findet die genaue Angabe im Gerätehandbuch oder auf dem Typenschild des Kassensystems. Mehrlagen-Bonrollen wiederum funktionieren ausschließlich in Nadeldruckern – in einem Thermodrucker lassen sie sich zwar einlegen, erzeugen aber keinen lesbaren Druck.
Häufige Fragen rund um Bonrollen
Wie erkenne ich, welche Bonrolle zu meinem Kassendrucker passt?▼
Die passende Bonrolle erkennen Sie anhand von drei Angaben: Papierbreite in Millimetern, maximaler Außendurchmesser der Rolle und Innendurchmesser des Kerns. Diese Maße stehen im Handbuch Ihres Kassensystems oder Belegdruckers. Stimmt auch nur eine Maßangabe nicht überein, kann die Rolle klemmen oder sich gar nicht erst einlegen lassen.
Was ist der Unterschied zwischen Thermopapierbonrollen und normalen Bonrollen?▼
Thermopapierbonrollen werden durch Wärme belichtet und benötigen weder Tinte noch Farbband – sie passen ausschließlich zu Thermodruckern. Normale Bonrollen aus unbeschichtetem Papier werden von Nadeldruckern mit einem Farbband bedruckt und eignen sich auch für Mehrfachdurchschläge. Die beiden Typen sind nicht austauschbar.
Sind Thermobon-Ausdrucke für die Belegaufbewahrung geeignet?▼
Standardmäßige Thermodrucke verblassen bei Wärme, Licht oder Reibung und sind deshalb für eine langfristige Archivierung oft nicht geeignet. Wer Belege über mehrere Jahre aufbewahren muss – etwa für steuerliche Zwecke – sollte entweder zu Thermorollen mit Schutzschicht greifen oder gedruckte Kopien auf Normalpapier als Archivversion anlegen.