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Komplettsysteme

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Kassensystem-Komplettsysteme: Varianten und Einsatzbereiche

Komplettsysteme für den Point of Sale vereinen Prozessor, Touchscreen und Konnektivität in einem Gehäuse – ohne dass separate Komponenten zusammengestellt werden müssen. Die Kategorie umfasst zwei grundsätzlich verschiedene Ansätze: vollintegrierte Kassensysteme mit eingebautem Bondrucker, Kundendisplay und teils integriertem 2D-Scanner einerseits sowie reine Touch-Computer andererseits, die als zentrale Einheit einer POS-Umgebung dienen, aber Peripherie wie Drucker und Scanner extern anschließen. Innerhalb beider Gruppen unterscheiden sich die Geräte wesentlich nach Betriebssystem (Android oder Windows), Bildschirmdiagonale und Schnittstellenausstattung – und genau diese drei Merkmale bestimmen, welches System zu welchem Einsatz passt.

Welche Variante passt zu welchem Kassenszenario?

Für einen kleinen bis mittelgroßen Einzelhandel oder ein Café eignen sich vollintegrierte Komplettsysteme mit eingebautem Drucker und Kundendisplay besonders gut, weil sie wenig Stellfläche benötigen und sofort einsatzbereit sind. Android-basierte Modelle – wie etwa das Sunmi Kassensystem mit NFC – laufen mit mobilen POS-Apps und lassen sich über WLAN, Ethernet und Bluetooth flexibel einbinden; NFC und ein integrierter Chipkartenleser ermöglichen direkt gängige Zahlungsarten. Wer eine bestehende Windows-Kassensoftware weiter nutzen möchte oder RS232-pflichtige Peripherie wie Kassenschubladen über RJ11 anschließt, greift zu Windows-basierten Touch-Computern: Geräte von Colormetrics und Advantech decken hier mit Intel-Prozessoren, SSD-Speicher und mehreren RS232-Anschlüssen die typischen Anforderungen stationärer Einzelhandelskassen ab. Für großflächige Selbstbedienungsszenarien im Retail – etwa Self-Checkout-Stationen – sind spezialisierte Systeme mit großem Display ab 23 Zoll, integriertem 2D-Scanner und Bondrucker ausgelegt, die für diesen Durchsatz gebaut sind.

Wann reicht ein Komplettsystem nicht – und wann ist eine andere Wahl sinnvoller?

Benötigen Sie maximale Rechenleistung für ressourcenintensive ERP-Software oder spezielle Industrieanwendungen, stoßen die in Komplettsystemen verbauten Einstiegs- und Mittelklasse-Prozessoren an Grenzen – hier ist ein separater POS-PC mit dedizierter Hardware die bessere Wahl. Umgekehrt: Wer lediglich einen Touchscreen-Monitor mit Halterung sucht, ohne integrierte Rechnereinheit, benötigt kein Komplettsystem, sondern ein reines POS-Display. Auch bei sehr variablem Platzbedarf – beispielsweise im Außeneinsatz oder auf Märkten – sind mobile Kassenlösungen oder Tablets mit externer Kassenapp oft flexibler als ein stationäres Komplettsystem. Projected-Capacitive-Touchscreens, die etwa im Colormetrics Kassensystem mit SSD verbaut sind und in einem Großteil der hier verfügbaren Geräte eingesetzt werden, reagieren präzise auf Mehrfingereingaben, eignen sich aber nicht für den Betrieb mit normalen Handschuhen – wer das benötigt, sollte gezielt auf Modelle mit resistivem Touch oder entsprechender Handschuh-Unterstützung achten.

Häufige Fragen rund um Komplettsysteme

Welches Betriebssystem ist für Komplettsysteme im Einzelhandel besser geeignet – Android oder Windows?

Für Komplettsysteme im Einzelhandel hängt die Wahl vom eingesetzten Kassenprogramm ab. Android-Komplettsysteme eignen sich für moderne App-basierte POS-Lösungen und punkten mit einfacher Verwaltung, während Windows-basierte Systeme nötig sind, wenn vorhandene Desktop-Kassensoftware oder RS232-Peripherie weiter genutzt werden soll.

Welche Schnittstellenausstattung sollten Komplettsysteme für eine typische Ladenkasse mitbringen?

Eine typische stationäre Ladenkasse braucht mindestens Ethernet für die Netzwerkanbindung, USB für Eingabegeräte und einen Kassenladenanschluss (RJ11) für die Kassenlade. Wer ältere Peripherie betreibt, sollte auf RS232-Anschlüsse achten; für moderne bargeldlose Zahlungsterminals ist Bluetooth oder USB in der Regel ausreichend.

Sind Komplettsysteme auch für Self-Checkout geeignet?

Speziell für Self-Checkout ausgelegte Komplettsysteme integrieren einen großen Touchscreen, einen 2D-Scanner und einen Bondrucker in einem Gehäuse und sind für diesen Einsatz konzipiert. Standard-Komplettsysteme für den Thekenbetrieb sind dafür hingegen nicht ausgelegt – ihnen fehlen Scannerfläche, Displaygröße und die Software-Struktur für unbetreute Kundenbedienung.

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