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Chipkartenleser/Schreiber

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Chipkartenleser/Schreiber: Kontaktbasiert oder kontaktlos?

Chipkartenleser und Chipkartenschreiber lassen sich nach der Art der Kartenkommunkation in zwei grundlegende Varianten unterteilen: kontaktbasierte Geräte lesen Karten nach ISO 7816 – die Karte wird physisch in einen Kartenschlitz eingeführt. Kontaktlose Geräte, auch RFID-Leser genannt, kommunizieren per Funk mit der Karte, ohne dass ein direkter Kontakt nötig ist. Für kontaktlose Anwendungen per USB eignet sich etwa ein HID Chipkartenleser USB. Daneben gibt es Dual-Interface-Geräte, die beide Verfahren in einem Gerät vereinen und sowohl kontaktbasierte Karten als auch kontaktlose Transponder auslesen können. Welche Variante passt, hängt vor allem davon ab, welche Kartentypen in Ihrem Umfeld eingesetzt werden.

Welche Variante passt zu welchem Einsatz?

Kontaktbasierte Chipkartenleser nach ISO 7816 eignen sich überall dort, wo klassische Smartcards im Einsatz sind – etwa für Signaturkarten, digitale Ausweise oder Zugangssysteme mit Kontaktchip. Für den Betrieb über einen Rechner oder ein Kassensystem ist USB der verbreitetste Anschluss; entsprechende Modelle lassen sich unkompliziert einbinden. Kontaktlose Leser, die im Frequenzbereich 13,56 MHz arbeiten, passen zu modernen RFID-Karten und NFC-fähigen Medien – typisch für Zutrittssysteme oder bargeldlose Bezahlkonzepte im Unternehmensumfeld. Wenn Ihr System ältere Karten mit 125-kHz-Technologie nutzt, sind Modelle mit Dual-Frequency-Unterstützung die richtige Wahl: Sie verarbeiten sowohl 13,56-MHz-Karten als auch 125-kHz-Transponder und schonen damit eine bestehende Infrastruktur, die auf zwei Kartenstandards setzt. Geräte mit numerischem Tastenfeld ermöglichen zusätzlich die PIN-Eingabe direkt am Leser – sinnvoll überall dort, wo eine sichere Authentifizierung am Gerät selbst gefordert ist.

Wann reicht ein Chipkartenleser nicht – und wann ist eine andere Variante besser?

Ein rein kontaktloser Leser kommt an seine Grenzen, wenn Ihre vorhandenen Karten ausschließlich einen Kontaktchip nach ISO 7816 tragen – das Gerät erkennt diese Karten schlicht nicht. Umgekehrt kann ein kontaktbasierter Leser keine RFID-Karte auslesen, egal wie nah die Karte gehalten wird. Wer ausschließlich Karten mit einem einzigen, klar definierten Standard einsetzt, fährt mit einem dedizierten Gerät besser, das genau auf diesen Standard ausgelegt ist; Dual-Frequency-Modelle sind dann überdimensioniert. Für Anwendungen, bei denen Karten häufig gewechselt werden oder wo es auf Tempo ankommt, kann ein kontaktloser Leser die bessere Wahl sein, da das Einführen einer Karte entfällt. Modelle ohne Tastenfeld – auch solche aus dem OMNIKEY-Segment von HID oder von IDENTIVE – sind nicht für Szenarien geeignet, in denen eine PIN-Eingabe direkt am Leser verlangt wird; dafür werden ausdrücklich Geräte wie ein IDENTIVE Chipkartenleser mit Tastenfeld benötigt.

Häufige Fragen rund um Chipkartenleser/Schreiber

Was ist der Unterschied zwischen einem kontaktbasierten und einem kontaktlosen Chipkartenleser?

Kontaktbasierte Chipkartenleser lesen Karten nach ISO 7816, indem die Karte physisch eingesteckt wird; kontaktlose Leser kommunizieren per Funk – typischerweise bei 13,56 MHz oder 125 kHz – ohne direkten Kartenkontakt. Welcher Typ passt, richtet sich danach, welches Kartenformat Ihre Infrastruktur verwendet. Dual-Interface-Geräte decken beide Verfahren ab, wenn beide Kartenarten im Einsatz sind.

Wofür wird bei einem Chipkartenleser das Tastenfeld benötigt?

Das numerische Tastenfeld ermöglicht die PIN-Eingabe direkt am Gerät, ohne dass der Zahlencode über eine PC-Tastatur übertragen werden muss. Das ist überall relevant, wo eine lokale, sichere Authentifizierung gefordert ist – etwa bei Zugangslösungen oder signierten Transaktionen. Geräte ohne Tastenfeld genügen dort nicht, wo diese direkte Eingabe aus Sicherheits- oder Compliance-Gründen vorgeschrieben ist.

Welchen Anschluss sollte ein Chipkartenleser im POS-Umfeld haben?

USB ist der gebräuchliche Anschluss für Chipkartenleser im POS- und Büroumfeld, weil er von nahezu allen aktuellen Kassensystemen und Rechnern ohne zusätzliche Treiber-Infrastruktur unterstützt wird. Achten Sie darauf, ob das Anschlusskabel im Lieferumfang enthalten ist oder separat bestellt werden muss – das variiert je nach Modell. Für Setups ohne freien USB-Port können je nach Gerätegeneration auch ältere Schnittstellen wie RS232 infrage kommen, was die Geräteauswahl entsprechend einschränkt.

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