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Desktopdrucker

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Desktopdrucker für Etiketten: Thermodirekt oder Thermotransfer?

Desktopdrucker in diesem Segment sind kompakte Etikettendrucker, die direkt am Arbeitsplatz, an der Kasse oder im Lager eingesetzt werden. Die erste kaufentscheidende Frage ist die Drucktechnologie: Thermodirekt-Modelle drucken ohne Farbband – das Druckbild entsteht durch Wärme auf speziell beschichtetem Papier. Thermotransfer-Geräte übertragen Farbe von einem Farbband auf das Etikett, was Drucke auch auf Materialien ermöglicht, die gegenüber Wärme, Licht oder Feuchtigkeit weniger empfindlich reagieren sollen. Wer kurzlebige Etiketten für Kassenbons, Versandpakete oder Preisauszeichnungen im Innenbereich benötigt, kommt mit einem Honeywell Etikettendrucker Thermodirekt gut aus. Müssen Etiketten längere Zeit lesbar bleiben – etwa auf Produkten mit Lagerhaltung oder in Umgebungen mit starker Wärmeeinwirkung – ist Thermotransfer die passendere Wahl. Hersteller wie Zebra, TSC, Honeywell, Citizen und Bixolon bieten beide Technologien im Desktopformat an.

Anschluss und Konnektivität: USB, Ethernet oder mehr?

Die meisten Desktopdrucker in dieser Kategorie verfügen mindestens über einen USB-Anschluss (Typ B), der für den Einzelplatzbetrieb an einem PC oder Kassensystem ausreicht. Modelle mit zusätzlichem Ethernet-Anschluss lassen sich in ein Netzwerk einbinden und von mehreren Arbeitsplätzen gleichzeitig nutzen – sinnvoll in Filialen oder Lagern mit mehreren Terminals. Einige Geräte bieten RS232 für ältere Kassensysteme sowie USB-Host-Schnittstellen, über die etwa ein Barcode-Scanner direkt angeschlossen werden kann. Wer mobilen Einsatz oder Cloud-Anbindung plant, findet in dieser Kategorie auch Modelle mit Bluetooth und CloudPRNT-Unterstützung – ein Beispiel ist der Zebra Desktopdrucker mit Bluetooth. Für den schlichten Einzelplatz-Einsatz genügt ein reines USB-Modell; fehlt dagegen Netzwerkfähigkeit im Gerät, lässt sich ein Drucker ohne Ethernet-Anschluss nicht ohne zusätzliche Hardware ins Filialnetz einbinden.

Medienbreite, Auflösung und Sonderfunktionen im Überblick

Die maximale Medienbreite variiert in dieser Kategorie zwischen rund 60 mm und 118 mm – wer schmale Etiketten für Regale oder Apothekenbeschriftungen druckt, kommt mit schmaleren Modellen aus, während Versand- und Produktetiketten in der Regel breitere Geräte erfordern. Die Auflösung liegt bei den meisten Modellen bei 203 dpi (8 Punkte/mm), was für Klartext, Barcodes und einfache Logos ausreicht. Für feinere Grafiken oder sehr kleine Schriftgrößen stehen Modelle mit 300 dpi (12 Punkte/mm) zur Verfügung. Darüber hinaus unterscheiden sich Geräte in Sonderfunktionen: Linerless-Modelle verarbeiten Etiketten ohne Trägerpapier, was besonders im Lebensmitteleinzelhandel mit hohem Etikettenvolumen relevant ist; ein integrierter Cutter trennt Etiketten automatisch ab. Wer solche Funktionen nicht benötigt, zahlt unnötig für Ausstattung, die im alltäglichen Büro- oder Kassenbetrieb keine Rolle spielt. Emulationen wie ZPL II, EPL oder TSPL-EZ bestimmen die Kompatibilität mit vorhandener Software – hier lohnt ein Abgleich mit dem eingesetzten Kassensystem, bevor die Kaufentscheidung fällt.

Häufige Fragen rund um Desktopdrucker

Wann ist ein Thermotransfer-Desktopdrucker sinnvoller als ein Thermodirekt-Modell?

Ein Thermotransfer-Desktopdrucker ist die richtige Wahl, wenn Etiketten über längere Zeiträume lesbar bleiben oder wärmeempfindlichen Bedingungen ausgesetzt sein müssen – etwa bei Lagerhaltung, Außenumgebungen oder Produktkennzeichnungen mit langer Verweildauer. Thermodirekt-Modelle hingegen eignen sich gut für kurzlebige Etiketten im Kassenbereich oder bei der täglichen Versandabwicklung, wo kein Farbband gewechselt werden muss.

Welche Schnittstelle brauche ich für den Netzwerkbetrieb eines Desktopdruckers?

Für den Netzwerkbetrieb benötigt ein Desktopdrucker einen Ethernet-Anschluss (typischerweise 10/100 Mbit), über den das Gerät in ein bestehendes LAN eingebunden wird. Modelle mit ausschließlich USB-Anschluss sind auf den Einzelplatzbetrieb beschränkt und können ohne zusätzliche Hardware nicht von mehreren Kassenstationen gleichzeitig genutzt werden.

Was bedeutet „Linerless" bei einem Etikettendrucker?

Linerless-Desktopdrucker verarbeiten Etikettenmaterial ohne Trägerpapier (Liner), das bei herkömmlichen Rollen als Abfall anfällt. Das reduziert den Verbrauch von Rollenware und ist besonders für Anwendungen mit hohem Etikettenaufkommen – etwa im Lebensmitteleinzelhandel – interessant. Voraussetzung ist, dass das Gerät über eine geeignete Linerless-Druckwalze verfügt; nicht jeder Desktopdrucker ist dafür ausgelegt.

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