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Kiosk-Systeme

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Kiosk-Systeme: Bauarten und ihre Einsatzbereiche

Kiosk-Systeme sind eigenständige Selbstbedienungsterminals, die Touchscreen, Recheneinheit und – je nach Bauart – Scanner, Drucker oder Kamera in einem Gerät vereinen. Die Kategorie teilt sich grob in zwei Richtungen: kompakte Wandterminals mit kleineren Displays ab etwa 5 bis 10 Zoll, die vor allem für Zugangskontrolle, Ticketing oder einfache Bestellprozesse eingesetzt werden, sowie größere Standby-Kioske mit Bildschirmdiagonalen von 15 bis über 40 Zoll für Selbst-Check-in, Self-Checkout oder interaktive Informationspunkte. Für Einsätze, die sowohl 2D-Erfassung als auch Bondrucken erfordern, eignet sich etwa ein Sunmi Kiosk-System mit Thermodirektdrucker. Daneben gibt es reine Touchmonitore ohne eigenen Rechner, die als Anzeigekomponente für ein separates System fungieren. Hersteller wie Zebra, Newland, Sunmi, Colormetrics und Elo bedienen diese verschiedenen Segmente mit unterschiedlichen Schwerpunkten.

Displaygröße, Betriebssystem und integrierte Hardware als Auswahlkriterien

Bei der Wahl eines Kiosk-Systems sind drei Merkmale besonders kaufentscheidend. Erstens die Displaygröße: Kompakte Modelle um 5 bis 10 Zoll passen an Türen, Schranken oder schmale Wandflächen, während 15- bis 24-Zoll-Geräte genug Fläche für mehrstufige Auswahlmenüs bieten – und Formate ab 32 oder 43 Zoll sich für weithin sichtbare Informations- oder Bestellstationen in Wartebereichen und Foyers eignen. Zweitens das Betriebssystem: Android-basierte Geräte – darunter Modelle mit Android 9 bis 13 – ermöglichen eine schnelle App-Bereitstellung und eignen sich gut für Standardanwendungen im Einzelhandel oder der Gastronomie; wer dagegen Windows-basierte Kassensoftware oder spezifische Unternehmenssoftware betreiben möchte, benötigt ein System mit separatem oder vorinstalliertem Windows-Betriebssystem, wie es einige Colormetrics-Modelle ohne vorinstalliertes OS anbieten. Wer ein kompaktes 15-Zoll-Gerät mit Wi-Fi 6E sucht, wird bei einem Zebra Kiosk-System mit Wi-Fi 6E fündig. Drittens die integrierten Peripheriegeräte: Soll das Kiosk-System Barcodes oder QR-Codes erfassen, ist ein eingebauter 2D-Imager nötig – Modelle ohne Scanner eignen sich nicht für Ticketprüfung oder Produkterfassung. Ist Bondrucken gefragt, sollte das Gerät einen integrierten Thermodirektdrucker mitbringen; fehlt dieser, muss ein externer Drucker angebunden werden.

Konnektivität und Mounting: Worauf es bei der Integration ankommt

Die Anbindung ans Netzwerk erfolgt in dieser Kategorie typischerweise über Ethernet, WLAN (bei neueren Modellen auch Wi-Fi 6E) oder – bei mobilen Szenarien ohne feste Infrastruktur – über 4G. Power-over-Ethernet (PoE) ist bei Wandmontage-Terminals praktisch, weil es Strom und Datenkabel in einem vereint und separate Netzteilstränge einspart. NFC-Unterstützung ist relevant, wenn kontaktlose Bezahlvorgänge oder Zutrittskarten gelesen werden sollen; fehlt NFC im Gerät, lässt sich diese Funktion nachträglich kaum nachrüsten. Für die Montage unterstützen viele Modelle den VESA-Standard, wobei die Lochabstände je nach Gerätegröße variieren – prüfen Sie die Kompatibilität mit vorhandenen Halterungen vorab. Wer lediglich eine große interaktive Anzeigefläche benötigt, ohne eigene Recheneinheit, ist mit einem reinen Touchmonitor wie den Elo-Displays besser bedient als mit einem vollständigen Kiosk-System, da sich damit Hardwarekosten und Administrationsaufwand reduzieren.

Häufige Fragen rund um Kiosk-Systeme

Welche Displaygröße eignet sich für einen Self-Checkout-Kiosk im Einzelhandel?

Für Self-Checkout-Stationen im Einzelhandel haben sich Displays ab 15 Zoll bewährt, da sie genug Fläche für übersichtliche Auswahlmenüs und Zahlungsschritte bieten. Kleinere Modelle unter 10 Zoll reichen für einfache Produkterfassungen oder Loyalty-Terminals, sind aber für vollständige Checkout-Abläufe meist zu kompakt.

Brauche ich für ein Kiosk-System zwingend ein Android-Betriebssystem?

Nein – Kiosk-Systeme sind nicht auf Android festgelegt. Android-Geräte eignen sich gut, wenn Sie auf App-Stores zurückgreifen oder eine vorhandene Android-App nutzen möchten. Für Windows-basierte Kassensoftware oder spezifische Unternehmensanwendungen gibt es Modelle, bei denen das Betriebssystem separat installiert wird, was mehr Flexibilität beim Software-Stack ermöglicht.

Wann ist ein reiner Touchmonitor die bessere Wahl gegenüber einem vollständigen Kiosk-System?

Ein Touchmonitor ohne eigene Recheneinheit passt, wenn bereits ein externer PC oder Server die Software bereitstellt und nur eine große, interaktive Anzeigekomponente benötigt wird. Kiosk-Systeme mit integriertem Rechner sind sinnvoller, wenn das Terminal eigenständig ohne angebundenen Rechner funktionieren soll – etwa bei dezentralen Standorten oder mobilen Installationen.

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