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Kundenanzeigen

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Kundenanzeigen: Zeichenbasiert oder grafisches Display?

Kundenanzeigen zeigen dem Käufer an der Kasse den aktuellen Bon-Stand, Gesamtbetrag und Wechselgeld – sie sind die Schnittstelle zwischen Kassensystem und Kunde. In diesem Segment teilt sich das Sortiment in zwei klar unterschiedliche Bauarten: die klassische Zeilenanzeige mit 2×20 Zeichen und das grafische TFT-Display. Zeilenanzeigen auf LCD- oder VFD-Basis geben Artikelnamen und Preise in zwei Textzeilen aus; sie kommunizieren über USB oder RS232 und sind auf ESC/POS- oder OPOS-Emulation ausgelegt. Grafische Displays ab rund 4,3 Zoll Diagonale bis hin zu 15,6 Zoll stellen dagegen Bitmaps, Logos und strukturierte Kassenlayouts dar und eignen sich überall dort, wo die Anzeige auch Werbefläche oder Markenauftritt sein soll. Anbieter wie BIXOLON, EPSON und Diebold Nixdorf sind in beiden Bauarten vertreten.

Welche Variante passt zu welchem Kassenumfeld?

Für einen kompakten Ladentisch, an dem ausschließlich Preis und Artikeltext relevant sind, reicht eine Zeilenanzeige mit 2×20 Zeichen. Modelle mit USB-Anschluss lassen sich direkt über die Kassensoftware ansprechen, RS232-Varianten passen zu älteren POS-Systemen, die noch über serielle Schnittstellen kommunizieren. Wer eine EPSON-Bondrucker-Kombination einsetzt, findet passende Zeilenmodelle, die direkt in den Druckerverbund integrierbar sind. Besonders kompakt lässt sich etwa ein EPSON Kundendisplay 2x20 Zeichen in einen solchen Druckerverbund einbinden. Grafische Displays mit Diagonalen zwischen rund 7 und 15,6 Zoll eignen sich für Umgebungen, in denen Bildinhalte, Werbeeinblendungen oder eine vollständig grafische Bondarstellung gewünscht sind – etwa im gehobenen Einzelhandel oder an belebten Kassenpunkten mit Eigenmarken-Kommunikation. Einige grafische Displays sind zusätzlich mit Projected-Capacitive-Touchscreen ausgestattet; damit können Kunden selbst Eingaben vornehmen, zum Beispiel für Treueprogramme oder Quittungsoptionen. Modelle ohne Touch dienen ausschließlich der passiven Anzeige. Für die Montageflexibilität ist zu beachten, dass manche Displays einen Standfuß separat benötigen, während andere ihn im Lieferumfang haben – das beeinflusst die Aufstellung am Tresen.

Wann sind Zeilenanzeigen oder andere Lösungen die bessere Wahl?

Wer ein bestehendes POS-System ausschließlich mit einer DVI-Schnittstelle ansteuert, scheidet eine reine USB-Zeilenanzeige von vornherein aus – hier sind grafische Displays mit DVI- oder VGA-Eingang die passende Wahl. Umgekehrt reicht eine Zeilenanzeige nicht aus, wenn die Kassensoftware grafische Inhalte oder Werbebotschaften auf dem Kundendisplay ausgeben soll; dafür ist ein grafisches Display mit ausreichender Auflösung nötig. Betriebe, die lediglich Bon-Summen und Einzelpreise kommunizieren und dabei auf einfache Integration und geringe Stellfläche setzen, werden mit einem 15-Zoll-Touchdisplay an der Kasse eher überversorgt sein. Ein echter Touchscreen als Kundeneingabe-Interface gehört dann in die Überlegung, wenn die Kassensoftware auch kundenseitige Interaktion vorsieht – für solche Szenarien eignet sich etwa ein Diebold Nixdorf Kundendisplay mit Touchscreen. Andernfalls genügt ein Display ohne Touch-Funktion. Helligkeit spielt in lichtstarken Umgebungen wie Supermärkten mit viel Tageslicht eine Rolle: Modelle mit 400 cd Helligkeit kommen dort deutlicher zur Geltung als solche mit 100 cd, die eher für indirekt beleuchtete Ladenbereiche ausgelegt sind.

Häufige Fragen rund um Kundenanzeigen

Was ist der Unterschied zwischen einer Zeilenanzeige und einem grafischen Kundendisplay?

Eine Zeilenanzeige gibt Text in zwei Zeilen mit je 20 Zeichen aus und überträgt ausschließlich Preis- und Artikelinformationen als Klartext. Ein grafisches Kundendisplay stellt dagegen Bilder, Logos und strukturierte Layouts dar und eignet sich für Werbeflächen oder einen visuell gestalteten Kassenauftritt.

Welche Schnittstelle brauche ich für ein Kundendisplay?

Das hängt vom vorhandenen Kassensystem ab: USB ist bei aktuellen POS-Systemen weit verbreitet und vereinfacht die Treibereinbindung über OPOS oder ESC/POS. RS232 bleibt die richtige Wahl, wenn ältere serielle POS-Systeme angebunden werden sollen; DVI und VGA sind vor allem bei grafischen Displays relevant, die als Sekundärmonitor am Kassensystem betrieben werden.

Wann lohnt sich ein Kundendisplay mit Touchscreen?

Ein Projected-Capacitive-Touchscreen bei Kundenanzeigen macht Sinn, wenn Kunden selbst Eingaben vornehmen sollen – etwa für Treuepunkte, digitale Quittungen oder Zahlungsbestätigungen. Ist nur die passive Anzeige von Bonposten und Summen gefragt, ist ein Display ohne Touch-Funktion die naheliegendere Wahl.

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