Mehrstationendrucker: Drucktechnologie und Funktionsumfang im Überblick
Mehrstationendrucker kombinieren mehrere Druckfunktionen in einem Gehäuse – typischerweise Bon- und Journaldruck sowie optional den Einzug von Einzelblättern. Im POS-Umfeld sind zwei Drucktechnologien verbreitet: Thermodirekt- und Nadeldruck auf der einen Seite, Tintenstrahldruck auf der anderen. Modelle, die beide Technologien vereinen, drucken Rollenbons thermisch mit bis zu 500 mm/Sek. und können gleichzeitig Einzeldokumente im Nadeldruckverfahren verarbeiten – das macht sie besonders dort nützlich, wo Quittungen auf Thermopapier und mehrteilige Belege im selben Arbeitsschritt anfallen. Ein Beispiel hierfür ist ein Epson Mehrstationendrucker mit Nadeldruck, der genau für diesen kombinierten Betrieb ausgelegt ist. Reine Tintenstrahlvarianten hingegen eignen sich für Szenarien, in denen grafisch anspruchsvollere oder farbige Belegausdrucke gefragt sind; ihre Druckgeschwindigkeit liegt in einem anderen Bereich als die thermischer Systeme. Epson ist in dieser Kategorie mit beiden Ansätzen vertreten.
Schnittstellen und Integration in bestehende Kassensysteme
Die Anbindung an das Kassensystem ist eine der zentralen Fragen beim Kauf eines Mehrstationendruckers. USB (Typ A und B), RS232 und Ethernet sind in dieser Kategorie übliche Schnittstellen; einzelne Modelle bieten zusätzlich Powered-USB, das die Stromversorgung angeschlossener Peripherie über denselben Anschluss übernimmt. Der integrierte Kassenladenanschluss ermöglicht die direkte Steuerung einer Kassenlade ohne separate Verkabelung. Für die Softwareseite sind OPOS und JavaPOS verbreitete Emulationsstandards, die die Einbindung in gängige POS-Umgebungen erleichtern; Modelle mit zusätzlicher ePOS-Unterstützung lassen sich darüber hinaus in netzwerkbasierte oder cloudgestützte Kassenanwendungen einbinden. Wer RS232 benötigt, wählt gezielt ein Modell mit dieser Schnittstelle – nicht alle Varianten führen sie.
MICR-Funktion und besondere Einsatzfelder
Eine Besonderheit innerhalb der Mehrstationendrucker-Kategorie ist die optionale MICR-Funktion (Magnetic Ink Character Recognition): Sie ermöglicht das Lesen magnetischer Zeichen auf Schecks und ist damit auf Umgebungen wie Banken, Wechselstuben oder größere Einzelhandelskassen ausgerichtet, die Scheckzahlungen verarbeiten. Für einen reinen Kassenbetrieb ohne Scheckbearbeitung ist diese Ausstattung nicht notwendig – Modelle ohne MICR decken die gängigen Bondruckaufgaben vollständig ab. Ebenso gilt: Wer ausschließlich Standardbons in kleinem Durchsatz benötigt, wird mit einem einfachen Thermobon-Drucker in der Regel besser bedient, da Mehrstationendrucker auf den kombinierten Betrieb mehrerer Druckfunktionen ausgelegt sind und entsprechend dimensioniert sind.
Häufige Fragen rund um Mehrstationendrucker
Was unterscheidet einen Mehrstationendrucker von einem normalen Bondrucker?▼
Ein Mehrstationendrucker vereint mehrere Druckstationen in einem Gerät – er kann gleichzeitig Rollenbons thermisch drucken und Einzeldokumente über einen separaten Einzug verarbeiten, etwa im Nadeldruck- oder Tintenstrahlverfahren. Ein reiner Bondrucker beschränkt sich auf den Thermodruck von Kassenbons auf Rollenpapier und bietet keine zweite Druckstation für Einzelblätter oder Journalstreifen.
Wofür wird die MICR-Funktion bei Mehrstationendruckern benötigt?▼
Die MICR-Funktion liest magnetische Schriftzeichen auf Schecks und ist für Kassen- oder Bankumgebungen gedacht, die Scheckzahlungen erfassen müssen. Für einen Kassenbetrieb ohne Scheckverarbeitung bringt ein Modell mit MICR keinen Mehrwert – dort genügt eine Variante ohne diese Ausstattung.
Welche Schnittstelle ist für Mehrstationendrucker im Kassenbetrieb am wichtigsten?▼
Das hängt von der vorhandenen Kasseninfrastruktur ab: USB und Ethernet passen zu modernen PC- und Netzwerkkassenumgebungen, RS232 ist bei älteren Systemen oder speziellen POS-Terminals relevant. Wer eine cloudbasierte Kassenlösung betreibt, sollte zusätzlich auf ePOS-Unterstützung achten, da diese Emulation die netzwerkbasierte Ansteuerung des Druckers ermöglicht.