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Mobildrucker

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Mobildrucker: Thermodirekt unterwegs – was die Kategorie ausmacht

Mobildrucker sind akkubetriebene Thermodirektdrucker, die Belege, Etiketten oder Bon-Streifen direkt am Einsatzort ausgeben – ohne feste Verkabelung und ohne Druckertinte oder -toner. Die Auflösung beträgt in dieser Kategorie durchgängig 203 dpi (8 Punkte/mm), was für Barcodes, QR-Codes und Klartext im Alltagsbetrieb ausreicht. Der erste entscheidende Unterschied liegt in der Medienbreite: Modelle mit maximal 58 mm Druckbreite eignen sich für schmale Bonrollen und Kleinstformate, wie sie im mobilen Kassenumfeld oder bei der Quittungsausgabe anfallen. Modelle mit bis zu 80 mm Druckbreite decken das klassische Etiketten-Spektrum im Einzelhandel und Lager ab, während breitere Varianten bis 112 mm – wie etwa ein Zebra Mobildrucker mit WLAN – für größere Versand- und Industrieetiketten ausgelegt sind. Wer ausschließlich Kassenbelege im DIN-A-Kleinstformat druckt, benötigt die breiten Modelle nicht – das 58-mm-Format reicht dort in den meisten Fällen.

Konnektivität und Druckemulation: Bluetooth, WLAN und Sprachkompatibilität

Alle gängigen Mobildrucker verbinden sich per Bluetooth mit Smartphones, Tablets oder Handheld-Terminals; viele unterstützen zusätzlich NFC für eine schnelle Erstkopplung. Modelle mit integriertem WLAN (802.11a/b/g/n oder ac) eignen sich dort, wo Drucker in ein bestehendes Netzwerk eingebunden werden sollen – etwa im Lager, wenn Druckaufträge zentral aus einem Warenwirtschaftssystem gesendet werden. Für iOS-Umgebungen ist die Bluetooth-Zertifizierung (Made for iPhone/iPad) relevant, da nicht alle BLE-Varianten ohne Einschränkung mit Apple-Geräten zusammenarbeiten. Ebenso wichtig ist die Druckemulation: ESC/POS ist die übliche Wahl für Kassensysteme und POS-Software, während ZPL II und CPCL häufig in Etiketten-Workflows und Lagerverwaltungssystemen gefragt sind. Unterstützt ein Mobildrucker nur ESC/POS, scheidet er für Etikettenlayouts aus professionellen Label-Designprogrammen in den meisten Fällen aus – hier sind Geräte mit ZPL II oder CPCL nötig. Hersteller wie Zebra, Bixolon, Honeywell, TSC und Citizen sind in dieser Kategorie mit Modellen vertreten, die unterschiedliche Emulations-Kombinationen abdecken.

Druckgeschwindigkeit, Sonderformate und Ausstattungsmerkmale im Vergleich

Die Druckgeschwindigkeit variiert je nach Modell zwischen etwa 60 mm/Sek. und 152 mm/Sek. – ein Unterschied, der bei hohem Belegaufkommen oder schnell getakteten Ausgabeprozessen spürbar wird. Für gelegentliches Drucken im Außendienst genügen langsamere Modelle; wer an einer belebten Kasse oder im Paketumschlag kontinuierlich druckt, profitiert von höherer Geschwindigkeit. Linerless-Modelle, die trägerloses Etikettenmaterial verarbeiten, reduzieren den Abfallaufwand und passen zu Einsätzen, wo das Abziehen einer Schutzfolie nicht praktikabel ist – klassische Etikettenrollen-Modelle sind dort im Nachteil. Für breite Medien bis 112 mm eignet sich beispielsweise ein Honeywell Mobildrucker mit WLAN. Ein LCD-Display erleichtert die Statusanzeige und Gerätebedienung ohne Smartphone; fehlt das Display, ist die Kopplung mit einer App nötig. Hot-Swap-Akkus – bei einigen Modellen vorhanden – erlauben den Akkuwechsel ohne Druckunterbrechnung im Schichtbetrieb. Modelle mit IP54-Schutzklasse, wie sie einzelne Varianten aufweisen, sind für staubige oder feuchte Umgebungen geeignet; für reine Büro- oder Einzelhandelsumgebungen ist diese Ausstattung nicht zwingend nötig.

Häufige Fragen rund um Mobildrucker

Welcher Mobildrucker eignet sich für ein mobiles Kassensystem mit iPhone oder iPad?

Für iOS-basierte Kassensysteme sollten Sie einen Mobildrucker mit explizit ausgewiesener Bluetooth-iOS-Zertifizierung wählen, da nicht alle BLE-Geräte ohne Anpassung mit Apple-Geräten kommunizieren. Achten Sie zusätzlich auf die Unterstützung von ESC/POS, da die meisten POS-Applikationen diese Emulation voraussetzen. Zebra und Bixolon bieten in dieser Kategorie Modelle mit iOS-Bluetooth-Freigabe an.

Was ist der Unterschied zwischen einem 58-mm- und einem 80-mm-Mobildrucker?

58-mm-Mobildrucker sind auf schmale Bonrollen für Kassenbelege und Quittungen ausgelegt, während 80-mm-Modelle das breitere Etiketten- und Belegspektrum im Einzelhandel und Lager abdecken. Wer nur Kassenbons druckt, kommt mit dem 58-mm-Format in den meisten Fällen aus; wer standardisierte Versand- oder Regeletiketten ausgeben möchte, benötigt die größere Druckbreite. Für Industrie- und Logistiketiketten in Großformat gibt es Modelle mit bis zu 112 mm Druckbreite.

Wann ist ein stationärer Etikettendrucker die bessere Wahl gegenüber einem Mobildrucker?

Ein stationärer Etikettendrucker eignet sich besser, wenn Etiketten dauerhaft an einem festen Platz – etwa am Packplatz oder an der Wareneingangsstation – in großen Mengen gedruckt werden. Mobildrucker sind auf akkubetriebenen Flexibilitätseinsatz ausgelegt und bei intensivem Dauerbetrieb in puncto Druckvolumen und Medienfassungsvermögen meist eingeschränkter als stationäre Geräte. Sobald der Druckort wechselt oder die Mobilität der Mitarbeiter entscheidend ist, spielt der Mobildrucker seinen Vorteil aus.

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