Etikettendruck- und Kartendruck-Software: Zwei Funktionsbereiche, eine Kategorie
Software für Etikettendrucker und Kartendrucker teilt sich in dieser Kategorie in zwei klar abgrenzbare Funktionsbereiche auf. Etikettendrucksoftware – wie die BarTender-Reihe von Seagull Scientific – übernimmt das Gestalten, Verwalten und Ausgeben von Etiketten mit Barcodes, Industriesymbolen und variablen Daten, einschließlich Unicode und RFID-Unterstützung. Kartendrucksoftware wie CardStudio von Zebra ist dagegen auf die Gestaltung und den Druck von Ausweisen, Mitgliedskarten und ähnlichen Kartenprodukten ausgerichtet und an Zebra-Kartendrucker gebunden; eine solche Lösung ist etwa die Zebra Kartendrucksoftware als digitale Lizenz. Wer Etiketten für Waren, Versandpakete oder Lagerbestände drucken möchte, findet in der Etikettendrucksoftware den richtigen Funktionsbereich – für Ausweislösungen ist die Kartendrucksoftware der passende Ansatz.
Lizenzmodell und Editionsstufe: Die entscheidenden Unterschiede bei der Auswahl
Bei Etikettendrucksoftware wie BarTender bestimmen zwei Faktoren die Auswahl: das Lizenzmodell und die Editionsstufe. Das Workstation-Lizenzmodell bindet die Software an einen einzelnen Rechner und erlaubt den Betrieb mit einer unbegrenzten Anzahl angeschlossener Drucker – es eignet sich für Umgebungen, in denen ein fester Arbeitsplatz den Etikettendruck steuert. Das Application-Lizenzmodell hingegen skaliert nach der Anzahl der angebundenen Drucker und passt zu verteilten Umgebungen mit mehreren Druckpunkten oder einer Serverinstallation. Automation-Lizenzen – wie sie etwa die Seagull Scientific Etikettendruck-Software mit Application Lizenz bietet – sind für automatisierte Druckprozesse ausgelegt, bei denen externe Systeme Druckaufträge auslösen. Bei den Editionen – Starter, Professional, Automation, Enterprise – wächst der Funktionsumfang schrittweise: Die Starter-Edition deckt grundlegende Etikettengestaltung und Datenzugriff ab, während Professional zusätzlich RFID-Unterstützung mitbringt. Für einen einzelnen Arbeitsplatz ohne Systemintegration reicht die Starter- oder Professional-Edition in aller Regel aus; wer Druckprozesse aus ERP- oder Warenwirtschaftssystemen heraus steuern will, braucht die Automation- oder Enterprise-Stufe. Bei CardStudio staffeln sich Classic, Standard, Professional und Enterprise ebenfalls nach Funktionsumfang – Classic für einfache Kartengestaltung, Enterprise für umfangreichere Verwaltungs- und Datenbankfunktionen.
Abonnement oder Dauerlizenz, physisch oder digital
Ein weiterer Unterschied betrifft die Laufzeit und die Lieferform. BarTender-Lizenzen sind als Monats-, Jahres- oder Mehrjahresabonnement verfügbar; jedes Abonnement schließt Maintenance und Support für die jeweilige Laufzeit ein. Wer eine kurzfristige Projektlösung benötigt, wählt ein Monatsabonnement. Für dauerhaften Betrieb im Unternehmen sind Jahres- oder Mehrjahresoptionen sinnvoller, weil sie Wartung und Updates einschließen. CardStudio wird sowohl als physische Lizenzkarte als auch als digitale Lizenz angeboten – beide erfordern einen Software-Download. Die physische Karte eignet sich, wenn ein greifbarer Lizenznachweis im Unternehmen gefordert wird; die digitale Lizenz lässt sich ohne Postweg sofort aktivieren. Wer eine rein hardwareunabhängige, serverbasierte Drucklösung für viele Standorte sucht, wird mit den hier abgebildeten Workstation- und Application-Lizenzen allein nicht vollständig bedient – für solche Szenarien sind zusätzliche Serverlizenzen der jeweiligen Software erforderlich.
Häufige Fragen rund um Software
Was ist der Unterschied zwischen einer Workstation-Lizenz und einer Application-Lizenz bei BarTender?▼
Eine Workstation-Lizenz ist an einen bestimmten Rechner gebunden und erlaubt dort den Betrieb mit beliebig vielen Druckern. Eine Application-Lizenz skaliert nach der Anzahl der angebundenen Drucker und eignet sich für Server-Installationen oder Umgebungen mit mehreren Druckpunkten – sie ist die richtige Wahl, sobald der Etikettendruck zentral gesteuert und an mehrere Ausgabegeräte verteilt werden soll.
Benötige ich für CardStudio zwingend einen Zebra-Kartendrucker?▼
Ja, CardStudio ist laut Herstellerangaben ausschließlich mit aktuellen und älteren Zebra-Kartendruckern kompatibel. Wer einen Kartendrucker eines anderen Herstellers betreibt, sollte prüfen, ob der jeweilige Druckerhersteller eine eigene Gestaltungssoftware mitliefert oder empfiehlt – CardStudio ist in diesem Fall keine geeignete Lösung.
Wann reicht die Starter-Edition von BarTender, und wann ist die Professional-Edition nötig?▼
Die Starter-Edition deckt Etikettengestaltung mit Datenzugriffsfunktionen und Standardintegration für andere Anwendungen ab und ist für viele Einzel-Arbeitsplatz-Szenarien ausreichend. Die Professional-Edition wird dann benötigt, wenn RFID-Etiketten bedruckt und kodiert werden sollen – dieses Merkmal fehlt in der Starter-Edition vollständig.