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Einbauscanner kaufen: So findest du das richtige Modell fuer deinen Anwendungsfall

2026-08-16T23:41:43+02:00

Einbauscanner kaufen: So findest du das richtige Modell fuer deinen Anwendungsfall

Was ist ein Einbauscanner und wofür wird er eingesetzt?

Ein Einbauscanner ist ein Barcodescanner, der fest in ein Gehäuse, eine Theke oder eine Maschine integriert wird. Er liest Barcodes ohne dass der Nutzer aktiv einen Handscanner bewegt. Typische Einsatzorte sind Supermarktkassen, Selbstbedienungsterminals, Förderbänder und Industrieanlagen. Der Scanner erfasst vorbeigeführte Waren automatisch oder auf Knopfdruck. Das unterscheidet ihn klar vom klassischen Handscanner.

Beim Kauf eines Einbauscanners steht die Frage nach dem Code-Typ ganz am Anfang. Wer ausschließlich klassische Strichcodes wie EAN-13 oder Code 128 liest, braucht einen 1D-Scanner. Wer QR-Codes, DataMatrix oder andere zweidimensionale Codes verarbeiten muss, braucht zwingend einen 2D-Scanner – etwa einen Newland Einbauscanner mit USB. 2D-Scanner lesen dabei auch alle 1D-Codes problemlos. Das macht sie für viele Anwendungen zur flexibleren Wahl.

1D oder 2D Scanner: Welcher Einbauscanner passt zu deinem Anwendungsfall?

1D-Laser-Scanner sind für reine Strichcode-Umgebungen gut geeignet. Sie arbeiten mit einem Laserstrahl, der den Code zeilenweise abtastet. Das funktioniert auch bei schlechter Beleuchtung oder leicht beschädigten Codes. 1D-Scanner sind in der Anschaffung günstiger und decken Standardanforderungen wie den Einzelhandel oder einfache Lagerprozesse ab. Wer heute aber plant, künftig digitale Tickets, Rezepte oder Treuepunkt-Apps zu scannen, sollte direkt auf 2D setzen.

2D-Imager arbeiten mit einer Kamera statt mit einem Laser. Sie erfassen den gesamten Code auf einmal als Bild und werten ihn aus. Das erlaubt das Lesen von Codes auf Bildschirmen, was für mobile Coupons oder Tickets relevant ist. Bildschirm-Codes stellen Laser-Scanner oft vor Probleme. Außerdem lesen 2D-Imager Codes aus allen Winkeln, was das Handling an der Kasse deutlich erleichtert.

Schnittstellen und Montage: Worauf kommt es beim Einbauscanner an?

Die Schnittstelle entscheidet darüber, wie der Einbauscanner mit deinem System kommuniziert. USB ist die verbreitetste Variante und funktioniert ohne zusätzliche Treiber als HID-Gerät. RS-232 kommt in älteren POS-Systemen und industriellen Umgebungen vor. Einige Scanner unterstützen zusätzlich RS-485 für Mehrpunkt-Verbindungen. Kläre vor dem Kauf, welche Schnittstelle dein Kassensystem oder deine Steuerungsanlage erwartet.

Bei der Montage gibt es zwei grundlegende Bauformen. Horizontale Einbauscanner werden bündig in eine Thekenfläche eingelassen, sodass Waren darüber geführt werden. Vertikale oder Kombi-Scanner lesen von der Seite und eignen sich für größere oder unhandliche Artikel – für den Retail-Bereich bietet sich dabei ein Datalogic Einbauscanner mit IP52 an. Achte auf die angegebenen Ausschnittmaße und den verfügbaren Einbauraum. Manche Modelle brauchen zusätzlich eine Wiegeplatte oder ein bestimmtes Gehäuseformat und schränken damit die Einbauoptionen ein.

Scan-Tiefe, Lesegeschwindigkeit und weitere Auswahlkriterien

Die Scan-Tiefe beschreibt, in welchem Abstand der Scanner einen Code noch zuverlässig liest. Für flach eingebaute Kassenscanner liegt sie oft zwischen 2 und 30 Zentimetern. In der Industrie, etwa auf Förderbändern, werden größere Abstände benötigt, und spezielle Langstrecken-Imager decken dann bis zu einem Meter oder mehr ab. Prüfe die Tiefenangabe des Herstellers immer gegen deinen konkreten Aufbau.

Die Scan-Rate gibt an, wie viele Bilder oder Scans pro Sekunde der Scanner erzeugt. Niedrige Werte um 100 Scans pro Sekunde reichen für ruhige Einzelkassen. Schnelle Förderbandanwendungen brauchen 600 Scans pro Sekunde und mehr. Daneben spielt die Schutzklasse eine Rolle: IP-Zertifizierungen zeigen an, wie gut das Gerät gegen Staub und Feuchtigkeit geschützt ist. In Lebensmittel-Umgebungen ist mindestens IP52 sinnvoll, in feuchten Industriebereichen IP65 oder höher – hier eignet sich beispielsweise ein Newland Einbauscanner mit IP65.

Häufige Fragen

Kann ein Einbauscanner auch Codes auf Smartphone-Bildschirmen lesen?

Das hängt vom Scanner-Typ ab. 2D-Imager lesen Bildschirm-Codes zuverlässig, weil sie mit einer Kamera arbeiten. Laser-basierte 1D-Scanner haben damit in der Regel Schwierigkeiten, da das Laserlicht an Displays reflektiert wird.

Brauche ich für einen USB-Einbauscanner extra Treiber?

Die meisten USB-Einbauscanner melden sich als HID-Tastaturgerät an und laufen ohne Treiber-Installation. Einige Modelle unterstützen zusätzlich den USB-COM-Modus, der einen eigenen Treiber erfordert und mehr Konfigurationsoptionen bietet.

Was bedeutet Omnidirektionales Lesen beim Einbauscanner?

Omnidirektionale Scanner erfassen Codes aus allen Richtungen gleichzeitig, ohne dass die Ware ausgerichtet werden muss. Das erreichen sie durch mehrere Scan-Linien oder durch einen 2D-Imager. Es verkürzt den Kassiervorgang, weil kein gezieltes Ausrichten nötig ist.

Welche Schutzklasse brauche ich für einen Einbauscanner in der Gastronomie?

In der Gastronomie empfiehlt sich mindestens IP52, das gegen Staub und Tropfwasser schützt. An Küchentheken oder bei direktem Kontakt mit Feuchtigkeit sollte es IP54 oder IP65 sein. Die genaue Klasse hängt davon ab, wie nah der Scanner an Wasser oder Reinigungsmitteln steht.

Lässt sich ein Einbauscanner nachträglich konfigurieren?

Ja, die meisten Einbauscanner lassen sich über Konfigurationsbarcodes oder eine serielle Befehlsschnittstelle anpassen. Typische Einstellungen sind Zeichensatz, Ausgabeformat und aktivierte Code-Typen. Einige Hersteller bieten dazu eine Software mit grafischer Oberfläche an.

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